11/11/2025 0 Kommentare
Kirche macht Mobil – im doppelten Sinne
Kirche macht Mobil – im doppelten Sinne
# Neuigkeiten

Kirche macht Mobil – im doppelten Sinne
Als Kirchenbezirk Karlsruhe-Land und als Kirchengemeinden und CVJM Neureut sind wir im Aufbruch. Im Mutaufbruch auf Rädern – mit Kirche im Doppelstockbus. Weil Kirche der Zukunft viele Gestalten und Erscheinungsformen, viele Orte und Ausdrucksformen haben wird. Kirche der Zukunft wird immer mehr aufbrechen und ihre Bewegungsrichtung verändern: Hin zu den Menschen. Als missionale und dynamische Version von Kirche. Als FreshX Projekt des Kirchenbezirks Karlsruhe Land.
Hier wird exemplarisch ausprobiert was gerade in der Landeskirche als „Zukunftsmodelle von Kirche und Erprobungsräume“ verhandelt und gedacht wird. Eine frische Form, in der ein Kirchenbezirk mit seiner parochialen Struktur quer zu bestehender Ortsgemeindelogik ein kirchliches StartUp in seiner Mitte gründet.
Ist diese neue Form von Kirche eine Konkurrenz? Nein, dem ist nicht so. Sie ist viel mehr Ergänzung und Vervollkommnung zu dem, was schon da ist. Sie tritt in Kooperation mit bestehenden landeskirchlichen und verbandlichen, aber auch ökumenischen und freikirchlichen Strukturen und schaut und hört genau hin: „Wo will Gott mit uns Menschen erreichen? Wo ist er schon am Wirken und wo können wir teilhaben daran? Und wo kann Kirche neu gegründet werden?“ Nicht als Magnet oder „Einladeaktionsbus“, sondern als verlässliche Gemeinschaft im Kontext der Menschen vor Ort. Also in Karlsruhe Neureut.
Was ist eigentlich geschehen seit Beginn?
1.) Durch Fundraising und teilweise auch Innovationsmittel des Kirchenbezirks ist die Finanzierung gesichert.
2.) Es wurden drei Projektteams gegründet, die sich mit 1.) Bau und Technik 2.) Inneneinrichtung und Design und 3.) Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigen. Begleitet wird das Team durch einen regionalen Ausschuss, der paritätisch aus Kirchenbezirk und Gemeinden besetzt ist.

3.) Umbau: ein größerer Teil der Rahmenkonstruktion wurde neu geschweißt, die Grundierung und der Lack wurde abgeschliffen und alles neu versiegelt. Zudem wurden die Scheiben unten entfernt und der Fußboden komplett neu aufgebaut. Man kann also sagen: das Fundament des Oldtimer-Busses ist solide erneuert und verstärkt. Das ist eine gute Voraussetzung um alles weitere nun im Innenausbau nach dem Sommer zu machen.

4.) Inneneinrichtung: Das Team hat den Plan fertig. Es ist klar, wie die Bereiche genutzt werden sollen und wie sie eingerichtet werden. Die Elektrische Anlage wird dimensioniert und es ist klar wie Küche und Gastrobereich eingerichtet werden.

5.) Eine „Fahrzeug-Halle“ wurde gebaut aus alten entsorgten Jungscharzelten um im Blick auf Hitze- und Regenwetter durchgehend weiterarbeiten zu können. Die Halle schützt Helfer und den Bus vor der Witterung.
6.) Weiterhin konnte mit einer spendenfinanzierten Stelle aus Neureut-Kirchfeld und den anderen beteiligten Gemeinden für den strategischen Aufbau von Kinder-, Konfirmanden- und Jugendarbeit und zu einem Viertel auch die Pionierarbeit mit und um den Doppelstockbus eine junge Diakonin aus der EH Freiburg gewonnen werden. Die Arbeit soll auch der Vernetzung und Zusammenführung der Gemeinden im Rahmen des Strukturprozesses unserer Kirche dienen.

7.) Manchmal packen die Pfarrer auch selbst mit an. Kirche „auf Vordermann“ zu bringen, macht eben auch Mühe. Und dreckig. Und bringt auch zum schwitzen. Aber im Dreck unter den Fingernägeln liegt eine Verheißung. Weil Kirche da entsteht, wo wir gemeinsam mit Haupt- und Ehrenamtlichen daran glauben, dass sie immer noch ein Werkzeug Gottes ist, um mit dem Evangelium Jesus Menschen zu erreichen und wo wir daran mittun, dass diese Vision Realität wird.
In einem Jahr ist eine ganze Menge Segen spürbar geworden. Türen haben sich geöffnet. Menschen haben sich bewegt. Gemeinde hat sich verändert und Hoffnung ist gewachsen. Und der Weg ist noch lang.
Was wünschen wir uns von euch als Leser*innen?
(1) Gebet und Fürbitte (2) Euch als Mitarbeiter*innen:
- Zum einen Zupacker, Menschen die Lust haben wie unser Moses: Er ist begeistert und kommt mit dem Fahrrad zum Einsatz. Er flext, pinselt und schraubt. Er ist begeistert! Mach‘s wie Moses und sei dabei!
- Mitarbeiter*innen mit speziellen Kompetenzen. Hier vor allem jemand der die Gas-, Wasser und Lüftungsanlage planen und mitbauen kann, Elektriker, Kraftfahrzeugmachatroniker, Metallbauer, Schreiner.
(3) weiterhin finanzielle Unterstützung: Wir freuen uns weiterhin über eine finanzielle Unterstützung – sei es klein, groß, einmalig, dauerhaft – vieles ist möglich. Kommen Sie auf uns zu!
Kann ich Teil von dem Projekt werden und mit Kirche zusammen Neuland entdecken?
Ja das wünschen wir uns. Über ein Gespräch ist es am schnellsten zu klären, wie man dabei sein kann…. Melden sie sich in den Pfarrämter der Gemeinden oder bei Göran Schmidt
goeran.schmidt@ekiba.de
WhatsApp: 0171-6458507
Wir freuen uns, in Neureut mit euch und Ihnen einen Neulandentdeckunsgweg zu machen
Für das Projektteam
Göran Schmidt, Diakon und Neulandentdecker in der Abteilung Missionarischer Dienste
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