Seelsorgende der Evangelischen Kirchengemeinde Neureut
In unserer Gemeinde sind drei Pfarrer tätig, die sich mit großem Engagement, Herz und Einfühlungsvermögen um alle Gemeindemitglieder kümmern. Jeder von ihnen bringt seine ganz eigenen Stärken, Erfahrungen und Begabungen ein, so entsteht ein vielfältiges und lebendiges Miteinander, das den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen in unserer Gemeinde gerecht wird.
Unsere Pfarrer Albrecht Fitterer-Pfeiffer, Andreas Reibold und Pascal Würfel stehen den Gemeindemitgliedern als verlässliche Ansprechpartner zur Seite. Ob in Gottesdiensten, bei Taufen, Trauungen, seelsorgerischen Gesprächen oder einfach in den Begegnungen des Alltags.
Ergänzt wird das Seelsorgeteam durch Rebecca Mann, unsere Diakonin für Kinder- und Jugendarbeit. Mit viel Herzblut, Kreativität und einem besonderen Gespür für junge Menschen gestaltet sie die Angebote für Kinder und Jugendliche in unserer Gemeinde.
Unsere Pfarrer und unsere Diakonin wirken gemeinsam daran, das kirchliche Leben in unserer Gemeinde zu gestalten und die Gemeinschaft im Glauben zu stärken.
Wer ein Anliegen, eine Frage oder einfach den Wunsch nach einem Gespräch hat, darf sich jederzeit gerne an unsere Pfarrer oder an die Diakonin wenden – sie freuen sich über jedes offene Wort und jede Begegnung.
Ich wuchs in Karlsruhe in der Waldstadt auf. In der Schulzeit war ich im Sportverein sehr aktiv, beim Sport- und Schwimmclub leistete ich dann auch meinen Zivildienst. Danach studierte ich in Heidelberg, Basel und Tübingen Theologie. Nach dem Studium arbeite ich drei Monate lang beim Südafrikanischen Kirchenrat in Johannesburg mit. In dieser Zeit erlebte ich eindrücklich, wie Christinnen und Christen zur Zeit der Apartheid und brutaler Unterdrückung aus ihrem Glauben Kraft und Zuversicht schöpften.
Nach dem Lehrvikariat in Lahr arbeitete ich eine Zeit lang als Praktikant bei “Dienste in Übersee” in Stuttgart in Kursen zur Vor- und Nachbereitung von Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfern sowie ihren Familien mit.
In der Gemeinde wurde ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit der Unterricht mit Konfirmandinnen und Konfirmanden.
Im Jahr 2001 ließen wir uns als Familie vom Missionswerk der Bayrischen Landeskirche nach Papua Neuguinea im Pazifik schicken. Dort arbeitete ich 5 Jahre lang im Kirchenbezirk Asaroka im Hochland mit, vor allem in der Fortbildung von Ehrenamtlichen: Laienpredigern, Kindergottesdienstmitarbeitern und -mitarbeiterinnen, Kirchenälteste, Leiterinnen in der Frauenarbeit. Einen Schwerpunkt legte ich darauf, dazu beizutragen, dass möglichst viele junge Leute eine theologische Ausbildung machen können.
Seit 2009 bin ich Pfarrer in Neureut Kirchfeld. Neben der Arbeit in der Gemeinde engagiere ich mich bei der Sportgemeinschaft Eichenkreuz als Basketballtrainer in der Nordstadt und bin christlicher Vorsitzender der Christlich-Islamischen Gesellschaft Karlsruhe. Wenn es meine Zeit erlaubt, übe ich Zauberkunststücke.
Mein Name ist Andreas Reibold. Seit 2014 Pfarrer der Waldenserpfarrei in Neureut ein Amt, das ich nicht nur als Dienstauftrag verstehe, sondern als Beruf im buchstäblichen Sinn: Nämlich als Berufung, den Menschen die frohmachende Nachricht von Gottes Liebe bekannt zu machen. Das hat mich dazu gebracht, Theologie zu studieren und in den Dienst der Badischen Landeskirche zu treten. In meiner Freizeit treffe ich mich gerne mit Freunden, gehe wandern, radeln oder lese. Alles Dinge, für die sich hier in Neureut beste Voraussetzungen bieten. Aber nicht nur das macht Neureut für mich attraktiv. Es ist auch die Nähe zur Stadt, die deren Vorzüge bietet nur ohne die dort herrschende Hektik, und vor allem auch die Menschen mit ihrer zugewandten Art und Herzlichkeit, denen zu begegnen mich immer wieder bereichert.
Dabei gibt es mir Mut und Kraft, zu wissen, dass Gott da ist, mit mir geht, mir hilft, verzeiht und mich trägt, auch wenn die Arbeit manchmal übermächtig scheint oder ich Fehler mache.
Ich bin Pfarrer geworden, weil ich Menschen begleiten möchte: in Momenten, in denen das Leben leicht ist, aber auch, wenn es schwer wird. In meiner Freizeit fahre ich am liebsten mit dem Lastenrad durch die Gegend, treffe Freunde und Freundinnen auf ein Glas Gin und genieße jeden Keks, der mir in die Quere kommt. Außerdem versuche ich (meist erfolglos), mit Sport ein bisschen fit zu bleiben. An Neureut schätze ich besonders die Mischung aus Dorfgefühl und Großstadtenergie: die Offenheit der Menschen, das herzliche Miteinander und dieses Gefühl, sich schnell daheim zu fühlen - egal ob in Süd, Kirchfeld oder in Nord.
Welche alltägliche Beobachtung erinnert Sie immer wieder daran, warum Ihr Beruf für Sie Sinn stiftet?
Menschen kommen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen in die Kirche, setzen sich einen Augenblick hin, atmen durch und zünden vielleicht eine Kerze an. Dieses kurze Innehalten verwandelt den Raum, weil Menschen dort etwas ausdrücken können, für das sie im Alltag keinen Platz finden. Auch die kleinen Gespräche in meinem beruflichen Alltag oder nach dem Gottesdienst zeigen mir immer wieder, wie schnell aus einer zufälligen Begegnung echte Nähe entstehen kann: Wenn jemand eine Freude teilt oder eine Sorge anvertraut. In solchen Momenten spüre ich, dass Kirche mehr ist als Veranstaltungen und Gremiensitzungen. Sie wird zu einem Ort, an dem Menschen Halt finden und Gottes Gegenwart im ganz Gewöhnlichen aufleuchtet. Darum ist es mir wichtig, alle Menschen willkommen zu heißen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschichte, und Kirche genau dort zu leben und Gottesdienste zu feiern, wo Menschen unterwegs sind: in der Kneipe, auf dem Spielplatz oder in der Eisdiele.
Ich bin begeistert von (jungen) Menschen! Ich feiere es Events zu organisieren! Ich liebe es über Lebens- und Glaubensthemen ins Gespräch zu kommen und meine Hoffnung zu teilen. Und bin gerne für Menschen da und mit ihnen unterwegs. Diese Kombi hat mir gezeigt, dass Diakonin wohl mein Traumberuf ist. Schon von klein auf besuchte ich Jungschar, Kindergottesdienst, Freizeiten, Jugendkreise und Vieles mehr. Doch während meines FSJs habe ich ganz neue, innovative Formen von Gemeinde kennengelernt, die mich so begeistert haben, dass ich mich für ein Studium an der Ev. Hochschule Freiburg entschieden habe. Ich bin super dankbar, dass mein Weg mich danach nach Neureut geführt hat. An einen Ort an welchem viele meiner Ideen für Kinder und Jugendliche auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Ein Ort, welcher voller Möglichkeiten ist und eine große Offenheit für Ideen und große Träume und Visionen mitbringt. Ein Ort, an dem Menschen gemeinsam gestalten und großes bewirken wollen. Ein Ort der Jugendarbeit priorisiert. Danke für allen Support, egal ob bei NimBus, Spielmobil, Home Base, Jugendveranstaltungen, Gottesdiensten und Freizeiten, Abenteuerland und vielem mehr!
Wer wissen möchte, wo ich meine Freizeit verbringe, findet mich gerne mal in der großen weiten Welt auf Reisen oder auch bei kurzen Wochenend- oder Tagesausflügen an schönen Orten oder in der Natur. Doch auch einem gemütlichen zuhause mit offenen Türen, Zeit mit Freunden und Familie, lecker gekochtem Essen und einem guten Wein, kann ich sehr viel abgewinnen.
Was hat Sie zuletzt zum Staunen gebracht – im Glauben oder einfach im Leben?
Ich komme immer wieder ins Staunen über die unglaubliche Kompetenz und Weitsicht von jungen Menschen. Erst vor kurzem durfte ich eine junge Mitarbeiterin dabei erleben, wie sie mit großer Geduld und Liebe eine herausfordernde Situation mit einem Konfirmanden besprochen hat. Mit einer Ruhe, Gelassenheit und Empathie, die mich tief beeindruckt und berührt hat.
"Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."
- Johannes 3,16