11/11/2025 0 Kommentare
Jubelkonfirmation in Neureut-Nord – Erinnerungen, Begegnungen und ein Blick nach vorn
Jubelkonfirmation in Neureut-Nord – Erinnerungen, Begegnungen und ein Blick nach vorn
# Rückblick

Jubelkonfirmation in Neureut-Nord – Erinnerungen, Begegnungen und ein Blick nach vorn
Die Evangelische Kirchengemeinde Neureut-Nord hat am Palmsonntag einen ganz besonderen Gottesdienst gefeiert: die Jubelkonfirmation 2025. Über 50 Jubilarinnen und Jubilare, die vor 25, 50, 60, 65, 70, 75 oder sogar 80 Jahren konfirmiert wurden, kamen zusammen, um diesen Meilenstein gemeinsam zu feiern.

Pfarrer Pascal Würfel und Prädikant Martin Lang gestalteten zusammen mit Posaunen-und Kirchenchor sowie dem Kirchengemeinderat und Martin Nußbaumer an der Orgel einen festlichen Gottesdienst, der die Geschichte und das Lebensgefühl der verschiedenen Jahrgänge lebendig werden ließ. In kurzen Erinnerungsbildern wurden die Konfirmationsjahre zwischen 1945 und 2000 vorgestellt – von der Hoffnung der Nachkriegszeit über die Rock’n’Roll-Jahre bis hin zum Millennium-Fieber. In seiner Predigt erzählte Pfarrer Pascal Würfel die Lebensgeschichte von „Emma“, einer Frau, deren Glaube sich im Lauf der Jahrzehnte immer wieder gewandelt hat. Von der streng geordneten, fast furchteinflößenden Vorstellung eines mächtigen Gottes in der Kindheit, über die politisch engagierte Zeit in den 70ern bis hin zu einer neuen, sanften und lebenszugewandten Gottesbeziehung im Alter. „Vergesst nicht zu atmen. Ostern kommt.“ – dieser Satz aus der Predigt wurde für manche zum Leitgedanken des Tages. Höhepunkt des Gottesdienstes war neben der Segnung der JubilarInnen auch die gemeinsame Abendmahlsfeier.

Im Anschluss an den Gottesdienst traf man sich im Gemeindehaus zu Kaffee und Kuchen. Die Eltern der diesjährigen KonfirmandInnen hatten ein großes Kuchenbuffet vorbereitet und so für einen gemütlichen Rahmen gesorgt. In entspannter Atmosphäre wurde erzählt, gelacht und über die Unterschiede der eigenen Konfirmandenzeit im Vergleich zu heute gesprochen. Während sich damals viele vor dem strengen Pfarrer fürchteten, sind heute offene Gesprächsrunden, gemeinsame Projekte und moderne Gottesdienstformen selbstverständlich. Einige brachten alte Fotos mit, zeigten ihre Konfirmationsurkunden oder erinnerten sich an Lieder und Verse, die sie damals auswendig gelernt hatten. Die Begegnungen über Generationen hinweg machten deutlich: Die Gemeinde lebt von dem, was bleibt, und von dem, was sich wandelt. So war dieser Tag nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Hoffnungszeichen für die Zukunft. Denn wenn Menschen unterschiedlichen Alters miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen teilen und gemeinsam Glauben feiern, wird sichtbar: Kirche ist ein Ort für alle Generationen.
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