Kita-Neubau in Neureut: Planungen müssen neu ausgerichtet werden

Kita-Neubau in Neureut: Planungen müssen neu ausgerichtet werden

Kita-Neubau in Neureut: Planungen müssen neu ausgerichtet werden

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Kita-Neubau in Neureut: Planungen müssen neu ausgerichtet werden
Kind auf Rutsche bindet sich Schuhe
© pixabay

Die Planungen für den Neubau der evangelischen Kindertagesstätte der Kirchengemeinde Neureut können in der bislang vorgesehenen Form nicht weitergeführt werden. Darüber hat der Evangelische Oberkirchenrat die Evangelische Kirchengemeinde Neureut in einem Schreiben Anfang September informiert. Nach vielen Jahren intensiver Planung ist dies für die Kirchengemeinde eine enttäuschende Nachricht. Zugleich soll der Blick nun nach vorne gehen.

 

Das Neubauprojekt ist weit entwickelt: Die Planungen sind abgeschlossen und die Baugenehmigung liegt vor. Viele Menschen haben in den vergangenen Jahren Zeit, Kraft und Ideen investiert, um gute und zeitgemäße Bedingungen für Kinder, Familien und Mitarbeitende zu schaffen. Auch der Evangelische Oberkirchenrat würdigt dieses Engagement in seiner Stellungnahme ausdrücklich.

 Grund für die derzeit fehlende kirchliche Genehmigung sind die finanziellen Rahmenbedingungen. Nach Einschätzung der Landeskirche ist die Finanzierung der Baumaßnahme und der laufenden Betriebskosten langfristig nicht ausreichend tragfähig. Insbesondere sei der ursprünglich angenommene kommunale Finanzierungsanteil nicht in entsprechender Höhe gesichert. Damit wäre ein sehr hoher Einsatz kirchlicher Eigenmittel erforderlich. Die Bereitstellung von Kita-Plätzen und der dafür notwendigen Infrastruktur sei vorrangig eine kommunale Aufgabe, so die Haltung der Landeskirche. Einen entsprechend hohen Einsatz kirchlicher Eigenmittel für den Neubau hält sie deshalb nicht für vertretbar.

 

Das Gemeindehaus und die Nordkirche
© Pascal Würfel

Für die Kirchengemeinde heißt es deshalb zunächst, neu zu denken. Die Evangelische Kirchengemeinde Neureut ist Trägerin von fünf Kitas und will diese Verantwortung auch unter veränderten Rahmenbedingungen verlässlich wahrnehmen. „Natürlich hätten wir uns nach all den Jahren gewünscht, dass wir jetzt endlich bauen können“, sagt Pfarrer Pascal Würfel. „Dass wir nun noch einmal neu überlegen müssen, wie es weitergeht, ist enttäuschend. Trotzdem gibt es keinen Grund, den Mut zu verlieren. Unsere fünf Kindertagesstätten gehören zu unserer Kirchengemeinde und sind ein wichtiger Teil unserer Arbeit für die Menschen in Neureut. Daran ändert diese Entscheidung nichts.“ Die kommenden Monate sollen nun genutzt werden, um gemeinsam mit den beteiligten Stellen nach einer tragfähigen Perspektive zu suchen.

 

Ein kleines Kind spielt mit Bauklötzen
© pixabay

Die Landeskirche hat angeboten, diesen Prozess zu begleiten und gemeinsam ein Modell zu entwickeln, das die finanziellen Möglichkeiten aller Beteiligten berücksichtigt. Dazu werde die Landeskirche eigens mit einem Beratungsangebot auf die Gemeinde zukommen. „Wir wissen heute noch nicht, wie die Lösung am Ende aussehen wird“, so Würfel. „Aber wir wissen, wofür wir sie suchen: für gute Orte für Kinder, für verlässliche Bedingungen für unsere Mitarbeitenden und für eine Kirchengemeinde, die auch in Zukunft Verantwortung in Neureut übernimmt. Deshalb gehen wir die nächsten Schritte mit Zuversicht.“

 

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